Heidemarie Mundlos

Tourismusstandort Harz stärken

Entwicklungschancen partnerschaftlich nutzen

Im Rahmen der Klausurtagung der niedersächsischen CDU-Landtagsfraktion in Goslar sprachen sich die Vorsitzenden der CDU-Fraktionen im Niedersächsischen Landtag, im Landtag von Sachsen-Anhalt und im Thüringer Landtag, Björn Thümler (Niedersachsen), André Schröder (Sachsen-Anhalt) und Mike Mohring (Thüringen) für eine intensivere Zusammenarbeit der drei Länder aus, um das Tourismuspotential des Harzes auszubauen.


 

In der gemeinsamen Erklärung  „Tourismusstandort Harz stärken –
Entwicklungschancen partnerschaftlich nutzen“ betonten die drei Fraktionsvorsitzenden:

„Über 500.000 Menschen verdienen in der Tourismusbranche in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ihren Lebensunterhalt. Damit leistet dieser vornehmlich mittelständisch geprägte Wirtschaftszweig einen erheblichen Beitrag zur Schaffung und zum Erhalt von Arbeitsplätzen. Mit einem Jahresumsatz von über 20 Milliarden Euro ist der Tourismus zudem ein unverzichtbarer Wirtschaftsfaktor – nicht nur für Urlaubsregionen wie den Harz, sondern für ganz Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Als nördlichstes Mittelgebirge Deutschlands ist der Harz nicht nur ein beliebtes Reise- und Erholungsziel, sondern zugleich auch reich an kulturellen Schätzen wie dem UNESCO Weltkulturerbe Kaiserpfalz in Goslar, dem UNESCO Weltkulturerbe Quedlinburg und der ebenfalls jüngst durch die UNESCO anerkannten Oberharzer Wasserwirtschaft. Diese lassen die Attraktivität des Tourismusstandortes Harz weiter steigen. Die Übernachtungszahlen im West-, Ost- und Südharz können jedoch noch ausgebaut werden.

Die Landesregierungen von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben in den vergangenen Jahren durch effiziente Förderpolitik viel erreicht beziehungsweise auf den Weg gebracht, um der wirtschaftlichen und touristischen Entwicklung im Harz neue Strahlkraft zu verleihen.

Nicht nur Einzelprojekte, sondern die ganze Urlaubsregion Harz wird länderübergreifend gefördert, so etwa durch ein touristisches Leitsystem, mit dem eine einheitliche Beschilderung für das gesamte Harzgebiet geschaffen wurde. Die „Harzcard“, die von den Bundesländern Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen finanziell unterstützt wird, ist ein weiteres Beispiel dafür, dass durch konkrete Anreizsysteme signifikante Erfolge erzielt werden können.

Der Anfang ist gemacht. Nun gilt es, den Tourismusstandort Harz weiter zu stärken und touristische wie wirtschaftliche Entwicklungschancen partnerschaftlich durch Umsetzung konkreter Punkte zu stärken:

  1. Bestehende Initiativen wie „Zukunftskonzept Tourismus Harz 2015“, die „Harzcard“ und die „Initiative Zukunft Harz“ müssen auch in Zukunft weiter fortgeführt werden. Zudem gilt es, neue touristische Schnittstellen zwischen den am Harz gelegenen Bundesländern zu schaffen, um die Attraktivität der Gesamtregion weiter zu erhöhen.
  2. Ziel aller Anstrengungen muss es sein, das „Leitbild“ des Harzes als Region wirtschaftlicher Prosperität und touristischer Attraktivität durch konkrete Förderinitiativen zu erreichen. Nicht nur die infrastrukturelle, sondern auch die gewerbliche Förderung gilt es in diesem Zusammenhang zu stärken.
  3. Service und Qualität gewinnen gerade im touristischen Sektor immer mehr an Bedeutung. Wer hier durch Alleinstellungsmerkmale punkten kann, gewinnt neue Marktanteile und treue Gäste. Unser Anliegen ist es daher, durch geeignete Rahmenbedingungen Investitionen in Qualität und Service fortlaufend zu erhöhen, Zertifizierungen regional abzustimmen und gemeinsam mit den am Harz gelegenen Bundesländern umzusetzen.
  4. Eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den örtlichen Hotel- und Gaststät-tenbetreibern, den Regionalverbänden sowie der kommunalen Ebene ist im Hinblick auf die Fortentwicklung eines gemeinsamen Tourismusstandortes Harz weiter voranzutreiben.“