Heidemarie Mundlos

Mundlos: Angst vor neuen verbalen Aussetzern?

SPD traut Steinbrück offenbar keine Pressetermine mehr zu

Angesichts des heutigen Besuchs von Peer Steinbrück in Braunschweig, der ausdrücklich unter Ausschluss der Presse stattfinden soll, fragt sich die stellvertretende Vorsitzende der niedersächsischen CDU-Landtagsfraktion, Heidemarie Mundlos: „Traut die SPD ihrem eigenen Kanzlerkandidaten mittlerweile keine Pressetermine mehr zu?“ Verständlich sei es, in Anbetracht der Schlagzeilen der vergangenen Tage und Wochen. 

 

Braunschweig. „Mittlerweile berichten die Medien ja fast täglich über Steinbrücks neue Fettnäpfchen. Wahrscheinlich hat der SPD-Landesverband Angst, dass sich ihr Kanzlerkandidat in Braunschweig einen neuen verbalen Aussetzer leistet“, sagte die Braunschweiger Landtagsabgeordnete. In einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung hatte die SPD angekündigt, ein heutiges Gespräch Steinbrücks mit den Betreibern des Mütterzentrums Braunschweig e.V./MehrGenerationenHaus finde ohne Pressebegleitung statt.

„Die aktuellen Meldungen über Steinbrücks Rolle im Zusammenhang mit der Verstrickung ThyssenKrupps in Preis- und Mengenabsprachen auf dem deutschen Schienenmarkt dürften die Befürchtungen der SPD bestätigen“, so Mundlos. Wie das Handelsblatt in seiner gestrigen Ausgabe berichtete, soll Steinbrück sich als Aufsichtsratsmitglied von ThyssenKrupp gegen die öffentliche Thematisierung der Verstrickung des Unternehmens in ein Schienenkartell ausgesprochen haben. Die Zeitung bezieht sich dabei auf das Protokoll einer Aufsichtsratssitzung vom Mai 2011. „Man darf gespannt sein, was als Nächstes kommt. Unter diesen Voraussetzungen tut sich die Niedersachsen-SPD mit dem Wahlkampfhelfer Steinbrück jedenfalls keinen großen Gefallen“, betonte Mundlos.